Was ist Social Recruiting für Handwerksbetriebe?
Social Recruiting heißt: Statt eine Stellenanzeige zu schalten und zu warten, spricht der Betrieb Fachkräfte im Umkreis direkt auf Facebook, Instagram und YouTube an, mit Videos der eigenen Mitarbeiter. Das erreicht Monteure, die in Beschäftigung sind und keine Stellenbörsen lesen.
Warum Videos mit eigenen Mitarbeitern?
Weil ein Anlagenmechaniker einem anderen Anlagenmechaniker glaubt, wenn der sagt, wie der Montag im Betrieb aussieht. Floskeln wie "dynamisches Team" überzeugen niemanden. Was überzeugt: Fahrzeug, Werkzeug, Notdienst-Regelung, Gehalt in Euro, ein Chef, der Baustellen vorbereitet.
Wie läuft eine Recruiting-Kampagne ab?
- Strategie-Session: Stelle, Gehalt, Radius, fünf konkrete Argumente des Betriebs
- Drehtag mit Mitarbeitern und Inhaber, oft kombiniert mit Kundenvideos
- Stellenseite mit Bewerbung in unter einer Minute, ohne Lebenslauf
- Anzeigenkette mit mehreren Kontaktpunkten im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern
- Bewerbungen direkt aufs Handy des Inhabers, Rückruf am nächsten Tag
- Kampagne stoppen, sobald die Stelle besetzt ist
Was bringt Social Recruiting im SHK-Handwerk?
- Wallner Haustechnik: von 7 auf 18 Mitarbeiter, "jede Stelle besetzen können und das innerhalb von kürzester Zeit"
- Badschmiede Urbanski: "innerhalb von eineinhalb Tagen 35 Bewerbungen im Haus" für eine Bürostelle
- MALO: Elektromeister innerhalb von drei Wochen eingestellt
- Fehl Heizung Sanitär: zwei Mitarbeiterkampagnen, die "auf Anhieb top" liefen
Für welche Stellen funktioniert das?
Anlagenmechaniker SHK, Kundendienstmonteure, Elektriker und Elektromeister, Projektleiter, Heizungsbaumeister, Bürokräfte und Azubis. Je seltener die Fachkraft, desto größer der Radius und desto länger die Anzeigenkette. Details pro Stelle stehen im Ratgeber, zum Beispiel Wie finde ich neue SHK-Monteure?