Die ehrliche Vorbemerkung
Nicht jeder Betrieb sollte mit uns oder einer anderen Agentur Anfragen generieren. Unsere Kunden selbst nennen die Voraussetzungen klarer als jede Verkaufsseite. Hier sind sie, in ihren Worten.
1. Jemand muss die Anfragen abarbeiten
Martin Schäfer, Heizungsbau Schäfer, 16 Mitarbeiter:
"Ich würde es den Betrieben nicht empfehlen, diese Kampagnen zu machen, wo ein Backoffice nicht vorhanden ist. Man braucht einen Partner, der mit dir die Leads abarbeitet. Wenn du als Chef solo unterwegs bist, kannst du diese Menge an Anfragen eigentlich nicht schaffen."
Bei Schäfer kamen über 100 Anfragen in vier Monaten. Brunnenbau Schult hat nach dem Start einen Vertriebsmitarbeiter eingestellt, Dominic Seeger von MALO sucht "Zuwachs im Innendienst". Wer das nicht leisten kann, verbrennt Anfragen.
2. Montagekapazität muss da sein
Die Wärmepumpenspezis mussten nach 180 Anfragen in drei Monaten bremsen. Martin Schäfer: "Natürlich brauchst du auch entsprechend Kapazitäten, um dies abzuarbeiten." Manuel Fehl von Fehl Heizung Sanitär beschreibt den idealen Ausgangspunkt: "Wir hatten relativ viel Kapazitäten, aber wenige Aufträge."
3. Bereitschaft, Prozesse zu ändern
Florian Trabert, Nevola Gebäudetechnik:
"Was allerdings wirklich wichtig ist, damit das System funktioniert, ist, dass man bereit ist, seine Prozesse auch zu verändern, anzupassen, dass man Kundenanfragen nicht erst nach zwei Wochen bearbeitet, sondern da wirklich dahinter ist."
Dominic Seeger: "Klar am Anfang ist es vielleicht für die ersten Wochen ein bisschen mehr Arbeit, weil man sich generell vielleicht mit neuen Prozessen beschäftigen muss." Wie der Prozess aussehen kann, steht im Artikel Vom Lead zum Auftrag in 48 Stunden.
4. Ein Werbebudget, das fortlaufend bereitsteht
Ioannis Simeonidis, Friondo: "Ohne ein gewisses Werbebudget geht das nicht. Vor allem nicht, wenn man irgendwelche Wachstumsziele hat." Friondo startete mit 3.000 Euro, später 5.000 bis 10.000 Euro im Monat. "Es hat sich gelohnt und man hat entsprechend, wenn man die Liquidität hat und ein bisschen Geduld und das vernünftig aufzieht mit dem Partner, der davon Ahnung hat, kriegt man auch das entsprechende Ergebnis." Details im Artikel Was kostet eine Wärmepumpen-Anfrage?
5. Geduld für die ersten Monate
Ioannis Simeonidis: "Ein Monat und zwei reicht ja auch gar nicht aus, um sowas vernünftig bewerten zu können. Nach sechs Monaten waren wir bei einem Punkt angelangt, wo wir ganz klar gesehen haben, wir konnten unseren Leadeingang um 150% steigern." Julian von KLYMA: "Aus meiner Sicht ist es nicht sinnstiftend jetzt kurzfristig einfach nur Aufträge und Abschlüsse zu generieren, sondern man möchte ein System haben, was auch nachhaltig und langfristig funktioniert."
6. Das Mindset des Inhabers
Dominic Seeger: "Die größte Bremse ist, glaube ich, das Mindset eventuell des Unternehmers [...] man sollte vielleicht nicht unbedingt den Invest in den Vordergrund stellen oder dran denken, okay, lohnt sich das jetzt eine Summe XY hier monatlich auszugeben? Also ich kann nur bestätigen, es funktioniert, wie bei der Wärmepumpe auch."
Für wen es sich lohnt
- Manuel Fehl: "all denjenigen, die einfach sich in dem Status befinden zwischen fünf und zehn Mann, die generell sagen, wir haben eventuell die Kapazität mäßig und möchten mehr Aufträge haben."
- Daniel Urbanski: Betriebe, "die einfach sagen, Mensch, ich gebe das aus der Hand und mache das, was ich am besten kann, nämlich Heizungen einbauen."
- Durmus Pekel, HeatPure: "auch für Start-ups, jüngere Unternehmen und auch für natürlich kleine Betriebe, die auch natürlich mit dem ganzen Persönlichen hervorstechen wollen."
- Julian, KLYMA: Betriebe "von einem Mitarbeiter bis 100 Mitarbeitern", und wer wenig Marketing-Erfahrung hat, sollte "eine Agentur wie der Energiedigital vollstens zu vertrauen, ein gemeinsames Konzept zu arbeiten".
Für wen nicht
Wer keine Anrufe schafft, keine Montagekapazität hat oder nach vier Wochen abbrechen will, sollte nicht starten. Und ein ehrlicher Hinweis von Christian, Wärmepumpenspezis: "Die Handwerker, die bei uns hier in der Region tätig sind, die würde ich da ganz gerne von ausschließen, weil das würde unseren Vertrieb einfach schwieriger machen." Wir arbeiten pro Region mit begrenzt vielen Betrieben. Ob Ihre Region frei ist, klären wir im Erstgespräch.