Wonach Hausbesitzer wirklich suchen
Niemand googelt "Heizungsbauer". Hausbesitzer suchen "Wärmepumpe Anbieter", "Wärmepumpe Installateur finden" oder "Wärmepumpe Kosten Altbau", fast immer in Kombination mit ihrer Stadt. Allein "Wärmepumpe Anbieter" wird in Deutschland rund 480 Mal im Monat gesucht, dazu kommen die vielen Varianten mit Ortsnamen. Wer als SHK-Betrieb bei diesen Suchen in seiner Region auftaucht, bekommt Anfragen von Leuten, die bereits entschieden haben, dass sie eine Wärmepumpe wollen. SEO für Handwerker heißt für einen Heizungsbauer deshalb: lokal sichtbar sein für das Produkt, das er verkaufen will.
1. Google-Unternehmensprofil: der wichtigste Hebel
Bei Suchen mit Ort zeigt Google zuerst die Karte mit drei Betrieben. Dort landet, wer ein gepflegtes Unternehmensprofil hat. Das heißt konkret:
- Hauptkategorie "Heizungsinstallateur" oder "Wärmepumpenanbieter", nicht "Handwerker"
- Leistungen eintragen: Wärmepumpe, Heizungstausch, Photovoltaik, Wartung
- Jede Woche ein Foto von einer echten Baustelle, keine Stockbilder
- Bewertungen aktiv einholen: Nach jeder Inbetriebnahme den Link per WhatsApp schicken
- Auf jede Bewertung antworten, auch auf schlechte
Ein Betrieb mit 80 Bewertungen und 4,8 Sternen schlägt in der Karte jeden großen Anbieter, der dort nur eine Filialadresse hat.
2. Eine Seite pro Stadt und Leistung
Die Startseite eines Heizungsbauers rankt für nichts, weil sie alles gleichzeitig will. Was rankt, sind einzelne Seiten mit einem klaren Thema: "Wärmepumpe in Krefeld", "Wärmepumpe im Altbau in Duisburg", "Heizungstausch in Kelheim". Jede dieser Seiten braucht:
- Den Ort im Titel, in der Überschrift und im Text, ohne ihn zehnmal zu wiederholen
- Ehrliche Angaben zum Sitz: "Meisterbetrieb aus Ihrlerstein, auch bei Ihnen vor Ort in Kelheim", nicht so tun, als säße man in jeder Stadt
- Echte Referenzen aus dieser Stadt mit Foto
- Die drei Standardfragen beantwortet: Wird mein Altbau warm, wie lange hält die Anlage, was spare ich wirklich
- Ein Formular oder eine Telefonnummer, die sofort sichtbar ist
Wir bauen diese Seiten für unsere Kunden in Onepage und nutzen sie gleichzeitig als Landingpages für Google Ads. So zahlt dieselbe Seite doppelt ein.
3. Referenzen und Kundenstimmen als Inhalt
Ioannis Simeonidis von Friondo sagt über Kundenvideos: "Eine authentische und reale Empfehlung von einem Bestandskunden ist immer das beste Marketing." Das gilt für Google genauso. Eine Referenzseite pro Projekt ("Wärmepumpe im Reihenhaus von 1972 in Hilden") beantwortet exakt die Frage, die ein Hausbesitzer mit ähnlichem Haus stellt, und rankt dafür. Friondo gibt Kunden für ein Video die nächste Wartung kostenlos. Das ist der günstigste SEO-Inhalt, den ein Betrieb bekommen kann.
4. Die Website muss schnell und ehrlich sein
Christian von den Wärmepumpenspezis beschreibt den Start: "Es wurde natürlich relativ schnell eine neue Homepage erstellt, die genau das Thema widerspiegelt, was wir tagtäglich bearbeiten." Genau das ist der Punkt. Eine Seite, die "Heizung, Sanitär, Klima, Bäder, Solar, Notdienst" gleich gewichtet, sagt Google nicht, wofür der Betrieb steht. Eine Seite, die auf Wärmepumpe fokussiert ist, schon. Dazu: unter zwei Sekunden Ladezeit auf dem Handy, Impressum und Datenschutz vollständig, Telefonnummer anklickbar.
5. Inhalte, die Fragen beantworten
Hausbesitzer googeln vor dem Kauf monatelang: "Wärmepumpe Altbau sinnvoll", "Wärmepumpe Lautstärke Nachbar", "Wärmepumpe Förderung 2026". Ein Betrieb, der diese Fragen auf seiner Website beantwortet, ist schon im Kopf, bevor der Kunde anfragt. Dominic Seeger von MALO beantwortet die Fragen im Infoabend, dieselben Antworten gehören als Artikel auf die Website. Das muss kein Blog mit 50 Beiträgen sein. Zehn gute Seiten zu den zehn häufigsten Fragen reichen für eine Region.
6. Was SEO für Handwerker nicht leistet
SEO baut sich über Monate auf und erreicht nur Leute, die aktiv suchen. Wer in vier Wochen Anfragen braucht oder Hausbesitzer erreichen will, die noch gar nicht an eine Wärmepumpe denken, kommt an Anzeigen auf Facebook, Instagram und Google nicht vorbei. Bei unseren Kunden kommen die meisten Anfragen aus diesen Kampagnen, die Website und das Google-Profil sorgen dafür, dass der Betrieb beim Nachgoogeln gut aussieht. Ioannis Simeonidis beschreibt das Zusammenspiel: Die Leute sagen "wir sehen uns jetzt immer öfters bei Instagram oder bei Facebook oder bei einer Google Suche zum Thema Wärmepumpe". Beides gehört zusammen.
Reihenfolge für einen SHK-Betrieb
- Google-Unternehmensprofil aufräumen und Bewertungen einholen (eine Woche)
- Website auf Wärmepumpe fokussieren, Ladezeit und Mobilansicht prüfen
- Drei bis fünf Stadtseiten für die wichtigsten Orte im Einzugsgebiet
- Referenzseiten mit Fotos und Kundenstimmen
- Fragen-Artikel zu Altbau, Kosten, Förderung, Lautstärke
- Parallel Anzeigen, damit in der Zwischenzeit Anfragen kommen
Wie wir Website, Stadtseiten und Kampagnen für Heizungsbauer aufsetzen, steht auf der Seite Markenaufbau. Was eine Kampagne kostet, im Artikel Was kostet eine Wärmepumpen-Anfrage?