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Ratgeber

Marketing selbst machen oder Agentur? Was Friondo durchgerechnet hat

Eigener Marketing-Mitarbeiter, der Chef macht es nebenbei, oder eine Agentur: Drei Inhaber erklären, warum sie sich gegen die interne Lösung entschieden haben und was das in Stunden und Geschwindigkeit bedeutet.

30. Oktober 2026
Inhaber und Team eines SHK-Betriebs beim Videodreh

Die drei Optionen

Ein SHK-Betrieb, der eigene Anfragen will, hat drei Möglichkeiten: Der Inhaber macht es nebenbei, ein Mitarbeiter wird dafür eingestellt, oder eine Agentur übernimmt. Alle drei kosten Geld. Der Unterschied liegt in Zeit, Geschwindigkeit und dem, was am Ende rauskommt.

Option 1: Der Chef macht es nebenbei

Durmus Pekel von HeatPure hat es versucht: "Ich hab halt nicht die Zeit, ja, und auch nicht die Kraft, meistens irgendwie auf Social Media Kampagnen zu erstellen und so weiter und Werbung zu schalten und dahinter zu sein, die Themen zu kontrollieren und so weiter." Daniel Urbanski von der Badschmiede zieht die Konsequenz: "Ich gebe das aus der Hand und mache das, was ich am besten kann, nämlich Heizungen einbauen." Eine Kampagne, die nach Feierabend läuft, wird nicht optimiert. Und eine Kampagne, die nicht wöchentlich optimiert wird, verbrennt Budget.

Option 2: Einen Marketing-Mitarbeiter einstellen

Ioannis Simeonidis von Friondo ist mit 31 Mitarbeitern groß genug für eine eigene Stelle. Er hat es durchgerechnet und verworfen:

"Daher sehen wir hier keinen Vorteil, das irgendwie intern zu regeln oder zu übernehmen oder jemanden einzustellen, der dieses Thema übernimmt. Geschweige davon überhaupt die Überlegung, dass das jemand in der Firma übernimmt, der kein Profi in dem Bereich ist oder einer von uns, der ganz andere Dinge administrativ im Unternehmen machen muss."

Die Rechnung dahinter: Ein Marketing-Mitarbeiter, der Meta Ads, Google Ads, Video, Landingpages und CRM gleichzeitig beherrscht, kostet mit Nebenkosten 60.000 bis 80.000 Euro im Jahr, kennt den Wärmepumpen-Markt nicht aus 18 anderen Betrieben und ist bei Krankheit oder Kündigung weg. Dazu kommt das Werbebudget, das in jedem Fall anfällt.

Option 3: Agentur, aber die richtige

Was Friondo stattdessen bekommt: "Wir sind zu euch getreten mit einem gewissen Wunsch, haben gesagt, so, wir möchten jetzt bitte so ein Videodreh haben mit so einem Content und der muss entsprechend nächste Woche online sein und dann habt ihr eigenständig entsprechend Videodreh organisiert, die Skripte vorbereitet, wir haben den Dreh gemacht, ihr habt das Material zusammengeschnitten und nächste Woche war das online." Der Aufwand beim Betrieb: "kurz mal bei WhatsApp, wir sprechen, wir definieren etwas, es wird umgesetzt."

Was der Betrieb trotzdem selbst machen muss

Eine Agentur nimmt nicht alles ab. Beim Betrieb bleiben:

  • Vor die Kamera gehen, ein halber Tag pro Dreh
  • Anfragen am selben Tag anrufen und Termine machen
  • Einmal pro Woche oder alle zwei Wochen ein kurzer Abgleich. Silke Taubert von Energie360: "Alle zwei Wochen ein Call [...] manchmal ganz kurz ist, wenn alles läuft."
  • Entscheiden, ob das Budget hoch oder runter geht

Silke Taubert über den Aufwand auf ihrer Seite: "Für das ist so wenig Arbeit erzeugt für mich, haben wir halt schöne Ergebnisse."

Woran man eine schlechte Agentur erkennt

Friondo hat vorher sechs Monate mit einer allgemeinen Werbeagentur verloren, die "einen Flyer erstellt und dann gesagt, den bewerben wir jetzt mal mit ein paar Euros." Eine Agentur ohne SHK-Referenzen ist teurer als ein eigener Mitarbeiter, weil sie Budget ausgibt, ohne zu wissen, was ein Hausbesitzer vor dem Wärmepumpenkauf wissen will. Die Prüffragen stehen im Artikel Agentur für Heizungsbauer auswählen.

Die Rechnung in einem Satz

Der Inhaber nebenbei kostet Optimierung und damit Budget, der eigene Mitarbeiter kostet ein Gehalt ohne Branchenerfahrung, die spezialisierte Agentur kostet ein Honorar und bringt 18 Betriebe Erfahrung mit. Friondo ist mit der dritten Option von 600.000 Euro auf knapp 5 Millionen Euro Umsatz gewachsen. Was wir konkret übernehmen und was beim Betrieb bleibt, klären wir im Erstgespräch.

Häufige Fragen

Ab welcher Größe lohnt sich ein eigener Marketing-Mitarbeiter?

Friondo hat sich mit 31 Mitarbeitern bewusst dagegen entschieden, weil ein einzelner Mitarbeiter Video, Ads, Landingpages und CRM nicht auf dem Niveau einer spezialisierten Agentur abdeckt und bei Ausfall alles steht.

Wie viel Zeit kostet die Zusammenarbeit mit einer Agentur?

Ein halber Tag für den Videodreh, danach kurze Abstimmungen per WhatsApp und ein Call alle ein bis zwei Wochen. Die Bearbeitung der Anfragen bleibt beim Betrieb.

Kann ich später intern übernehmen?

Ja, die Kampagnen und Landingpages gehören dem Betrieb. Die meisten Kunden bleiben aber, weil der Markt sich ständig ändert und die Agentur die Anpassungen aus vielen Betrieben gleichzeitig kennt.

Was heißt das für deinen Betrieb?

In der kostenlosen Strategie-Session rechnen wir die Zahlen für deine Region und dein Gewerk konkret durch.

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