Warum der Heizungsbauer so wichtig ist
Bei vielen Erdwärme-Projekten im Bestand fragt der Hausbesitzer zuerst seinen Heizungsbauer. Der entscheidet, ob Erdwärme überhaupt angeboten wird, und welcher Bohrer kommt. Ein Bohrunternehmen, das bei den SHK-Betrieben in der Region nicht bekannt ist, taucht in diesen Projekten nicht auf. Karl Schult von Brunnenbau Schult nennt genau das als größte Herausforderung: "einfach bekannt zu werden, dass Privatkunden, Heizungsbaufirmen auf uns aufmerksam werden und uns einfach kennen."
Was Heizungsbauer von einem Bohrpartner erwarten
- Termintreue: Die Wärmepumpe steht, die Montage ist geplant. Ein Bohrer, der zwei Wochen später kommt, verschiebt das ganze Projekt.
- Genehmigung aus einer Hand: Den wasserrechtlichen Antrag will der Heizungsbauer nicht selbst schreiben.
- Saubere Übergabe: Sondenlänge, Anbindung bis ins Haus und Dokumentation, damit der Heizungsbauer ohne Rückfragen weitermachen kann.
- Klare Preise: Ein Richtpreis pro Meter oder pro Projekt, mit dem der Heizungsbauer sein Angebot rechnen kann.
- Kein Abwerben: Der Bohrer verkauft dem Kunden des Heizungsbauers keine eigene Wärmepumpe.
Wie Bohrunternehmen bei Heizungsbauern bekannt werden
1. Direkt ansprechen
Eine Liste der SHK-Betriebe im Einzugsgebiet, die Wärmepumpen einbauen. Anruf beim Inhaber, kurzes Kennenlernen auf einer laufenden Baustelle. Ein Bohrgerät im Einsatz überzeugt mehr als jede Broschüre.
2. Innungen und Fachverbände
Innungsversammlungen, Fachtage der Landesverbände und Herstellerschulungen sind die Orte, an denen sich Heizungsbauer treffen. Ein kurzer Vortrag zu "Erdwärme im Bestand: Genehmigung, Ablauf, Kosten" bringt mehr Kontakte als ein Messestand.
3. Sichtbarkeit in der Region
Heizungsbauer sind auch Hausbesitzer und scrollen abends durch Facebook und Instagram. Ein Bohrunternehmen, das dort regelmäßig mit Bohrungen aus der Region auftaucht, ist bekannt, bevor das erste Gespräch stattfindet. Bei Brunnenbau Schult ist die Sichtbarkeit nach eigener Aussage "extrem gestiegen".
4. Eigene Endkunden-Anfragen als Argument
Der stärkste Hebel: Ein Bohrer, der selbst Anfragen von Hausbesitzern bekommt, kann Heizungsbauern Aufträge vermitteln. Damit wird er vom Dienstleister zum Partner, der Geschäft bringt. Wie Bohrunternehmen an diese Anfragen kommen, steht im Artikel Erdwärme-Aufträge von Privatkunden.
Eine Seite nur für Heizungsbauer
Auf der Website gehört eine eigene Seite für Fachpartner dazu: Einzugsgebiet, Bohrkapazität pro Monat, Ablauf von der Anfrage bis zur Übergabe, Richtpreise und ein direkter Ansprechpartner mit Telefonnummer. Heizungsbauer suchen nicht lange, sie rufen den an, dessen Nummer sie zuerst finden.
Woran man eine gute Partnerschaft erkennt
Der Heizungsbauer schlägt Erdwärme von sich aus vor, weil er weiß, dass der Bohrer pünktlich kommt und die Genehmigung übernimmt. Dann entstehen Projekte, die es ohne die Partnerschaft nicht gegeben hätte. Das Beispiel eines Bohrunternehmens, das so gewachsen ist: Marketing für Bohrunternehmen.