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Ratgeber

Marketing für Heizungsbauer: Was funktioniert und was Geldvernichtung ist

Flyer, Zeitung, Postwurf, Berliner Werbeagentur, Lead-Portale: Was zwölf Heizungsbauer vorher probiert haben, was davon nichts brachte und was heute ihre Anfragen bringt.

29. Oktober 2026
Videodreh bei einem Heizungsbetrieb

Was Heizungsbauer vorher probiert haben

Fast jeder Betrieb, mit dem wir arbeiten, hat vor der Zusammenarbeit schon Geld für Marketing ausgegeben. Die Liste ist bei allen ähnlich.

Ioannis Simeonidis, Friondo GmbH: "Wir haben klassisch mit ein bisschen Printwerbung angefangen, verschiedene Flyer Aktionen, die wir in der Anfangszeit sogar noch eigenhändig selber in die Briefkästen geschmissen haben. Sind dann auch auf lokaler Ebene an Zeitungen oder Zeitschriften gegangen."

Christian, Wärmepumpenspezis: "Vor der Zusammenarbeit mit der Energie Digital haben wir in der Auftragsgewinnung Postwurfsendungen probiert."

Karl, Brunnenbau Schult: "Wir haben Zeitungswerbung gemacht und ein paar Google Ads auch geschaltet."

Markus Blank, Wallner Haustechnik, fasst das Ergebnis zusammen: "Bei den meisten, muss ich ganz ehrlich sagen, war das ja Geldvernichtung."

Die Agentur ohne Branchenbezug

Friondo hat sechs Monate mit einer klassischen Werbeagentur in Berlin gearbeitet:

"Die haben sich nicht spezialisiert auf einem Produkt, sondern haben querbeet Werbemarketing für alle möglichen Bereiche gemacht. Es gab also keine tiefe Expertise und auch kein Bezug zum Markt. [...] Da wurde klassisch, ich sag mal, ein Flyer erstellt und dann gesagt, den bewerben wir jetzt mal mit ein paar Euros."

Brunnenbau Schult hatte dieselbe Erfahrung mit mehreren Agenturen, "die bei Facebook, Instagram für uns Werbung gemacht haben, allerdings keine richtigen Kundenanfragen generieren konnten." Julian von KLYMA beschreibt die großen Agenturen so: "Ein Schema F geboten wurde, man konnte das nehmen oder man hat es gelassen."

Social Media ohne Ziel

Martin Schäfer von Heizungsbau Schäfer: "Wir machen schon seit zwei Jahren Social Media Marketing. Das lief sehr gut, aber die Kundenanfragen kamen einfach nicht so rein, wie wir uns das vorgestellt hatten." Reichweite und Likes sind kein Auftrag. Die Frage ist, ob am Ende eine Anfrage mit Name, Adresse und Projekt im Postfach liegt.

Was stattdessen funktioniert

Bei allen Betrieben oben bringen heute Kampagnen auf Facebook, Instagram und Google die Anfragen, die den Betrieb selbst zeigen. Drei Dinge machen den Unterschied:

1. Der Betrieb ist zu sehen, nicht ein Flyer

Julian, KLYMA: "Wir machen Videos von mir, wir machen Videos von unseren Monteuren, von unserem SHK Meister und der Kunde weiß einfach sehr, sehr früh, wer steckt hinter Klyma und bei wem kauft er seine Wärmepumpe." Florian Trabert von Nevola: "Man hatte nie das Gefühl, dass nach Schema F gearbeitet wurde, sondern man hat wirklich die Vorteile von uns rauskristallisiert. Ja, was macht uns als Meisterbetrieb in Berlin speziell?"

2. Die Zielgruppe stimmt wirklich

Ioannis Simeonidis: "Eigenheimbesitzer in Krefeld oder in Duisburg, Familie zwischen 30 und 50 Jahre alt, wo ich gemerkt habe, okay, unsere Anpassungen sind genau da auch gelandet, wo wir sie haben wollten. [...] Alle erzählen, wir targetieren, aber keiner targetiert richtig."

3. Es gibt ein Ergebnis, das man messen kann

Martin Schäfer: "Positiv hat mich vor allem überrascht, dass diese Art des Marketings so gut läuft und ein messbarer Erfolg entsteht." Nach vier Monaten: 16 gebuchte Aufträge aus über 100 Anfragen.

Die Zahlen

  • Friondo: Anfrageeingang nach 6 Monaten um 150 Prozent gestiegen, von 600.000 Euro auf knapp 5 Millionen Euro Umsatz in einem Jahr
  • Nevola: rund 400 Prozent mehr Anfragen, von 4 bis 5 auf 12 Mitarbeiter
  • Wärmepumpenspezis: 180 Anfragen und 26 Aufträge in 3 Monaten
  • Badschmiede Urbanski: von 3 Anfragen pro Woche auf zeitweise 10 am Tag

Was das für Ihren Betrieb heißt

Flyer, Zeitung und Postwurf erreichen alle, auch die, die keine Heizung brauchen. Agenturen ohne Branchenbezug kennen die Fragen der Hausbesitzer nicht. Ein Kanal, der funktioniert, zeigt den Betrieb, erreicht gezielt Eigenheimbesitzer in der Region und liefert eine messbare Anfrage. Wie das konkret abläuft, steht auf der Seite Auftragsgewinnung, die Kosten im Artikel Was kostet eine Wärmepumpen-Anfrage?

Häufige Fragen

Welches Marketing bringt Heizungsbauern die meisten Anfragen?

Nach Erfahrung unserer Kunden Video-Kampagnen auf Facebook, Instagram und Google, die den Betrieb selbst zeigen und nur Eigenheimbesitzer in der Region ansprechen. Flyer, Zeitung und Postwurf brachten bei denselben Betrieben kaum messbare Anfragen.

Lohnt sich eine allgemeine Werbeagentur für einen SHK-Betrieb?

Friondo hat es sechs Monate probiert: Ohne Branchenkenntnis fehlte der Bezug zu den Fragen der Hausbesitzer, die Leads waren zu wenige und nicht qualifiziert.

Wie schnell sieht man Ergebnisse?

Zwischen zwei Tagen und zwei Wochen nach Kampagnenstart kommen bei unseren Kunden die ersten Anfragen. Eine belastbare Bewertung ist nach drei bis sechs Monaten möglich.

Was heißt das für deinen Betrieb?

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